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mt_ignorevon Magnus Enßle

Ende Juli war es wieder soweit. Der CC1634 geht an seinem 18. Jahr des Bestehens in die Klausur. Wieder in München trafen sich diesmal 3 Grundungsmitglieder, um über das vergangene Jahr und die kommenden 12 Monate zu diskutieren. Wegweisende Entscheidungen waren schon im Vorfeld nicht zu erwarten. Der CC sitzt fest im Sattel, die Finanzen sind gut und auch nach einem Besitzerwechsel im Gmünder Tabakladen sind die Treffen in der Bohlenstube ab 2020 gesichert. So ist das Jahrestreffen am 28. März bereits eingeplant. Anbei der Bericht zur Klausur.

Nach dem Weißwurstfrühstück im Spöckmeier wurde die Klausur wie gewohnt durch den Präsidenten eröffnet. Mit von der Partie sind Benjamin und Vincent. Thorsten mußte kurzfristig absagen, da sein Arbeitgeber auch samstags nicht ohne ihn kann. Klaus zog es vor, einen Kindergeburtstag zu veranstalten und Tob spielte lieber Tennis (auch wenn seit Jahren bekannt ist, dass das ganz große Tennis die Klausurtagungen des CCs sind). Der erste große Dank galt Benjamin, der sich für die Gestaltung des Rahmenprogramms bereit erklärt hat. Das Rahmenprogramm kann wie folgt zusammengefasst werden: „Die Klausur der kurzen Wege.“ Nach einem weiteren Manna im Spöcki war der Cigarrenkauf eingeplant. Ein oder zwei Mannas auf dem Weg zur Eisbachwelle paßte da schon nicht mehr in das Zeitfenster. Stattdessen wurde die Tagung in einem Biergarten am Hofgarten nahe des Odeonsplatzes verlegt. Im Tambosi waren wir auch schon letztes Jahr zu Gast, heuer sollte der Besuch aber weniger freundlich ausfallen. Schon wenige Minuten nach der Ankunft beschwerten sich ein paar Gäste ob des Cigarrenrauches und der an diesem Tag seine Dienste verrichtende Garcon ohne Rückgrat bat uns, entsprechende Maßnahmen zur allgemeinen Kundenzufriedenheit zu ergreifen. Der Kompromiss bestand darin, dass wir uns in einen unbewirteten Bereich zurückzogen, unter der Auflage dennoch in den Genuss einer Bewirtung zu kommen. Eine win-win-Situation. Der Mob war nicht mehr dem Cigarrenrauch ausgesetzt und die Väter des CCs mußten nicht mehr beim Pöbel sitzen. Daß im Laufe des Nachmittags auch andere sich zu uns in den unbewirteten Bereich gesellten, dort aber keinen Service erfuhren, waren ja dann nicht mehr unser Problem. Unseren Beitrag zur Kundenzufriedenheit wollten wir dann doch streng limitiert wissen. Vor dem Besuch des El Gaucho um 18.30 Uhr (Rindersteaks) war geplant, uns einen Aperitif in unseren Lieblingsbar an der Heiliggeistkirche zu gönnen. Nach dem El Gaucho sollte das Programm flexibel sein. Aus dem Aperitif wurde nichts - stattdessen zwang uns der Regen zu einem kleinen Zwischenstopp im Cafe Schiller, was auch übrigens der Ort für die finale Cigarre nach erfolgreichen Beschlüssen sein sollte. Irgendwo zwischendrin waren wir noch am Sendlinger Tor für ein Zwischenfazit.

Soviel zum beeindruckenden Rahmen der Klausur. Vincent als Vize mochte noch im Spöcki ein paar Worte an unsere Twitter- Fans richten. Auch für diese Klausur sollte die Nachrichtenversorgung über dieses Medium bestens funktioniert haben. Zudem nutzte Vincent die Möglichkeit, die Wahl des Hotels zu loben, das dieses Jahr mal nicht in einem Spelunkenviertel gelegen war. (Das war ironisch gemeint. Die Lärmbelästigung bis in die frühen Morgenstunden lassen die Schinkenstraße völlig blaß erscheinen. Bisweilen hatten man den Eindruck, sich in einem rechtsfreien Raum zu befinden.)

Na gut. Vincent wünschte uns noch einen guten Tage und richtete seine Grüße an alle, die es dieses Jahr (wieder) nicht zur Tagung schafften. Zum Schluß kamen noch ein paare lobende Worte an die Bedienung im Spöcki. Perfekter Service - das hatte man auch schon anders erlebt.

Auf besagtem Weg zur Casa del Habano kam uns noch eine „Jesus liebt Dich“- Demonstration am Marienplatz entgegen - soviel Liebe war noch nie auf einer Klausur. Vincent mochte noch im Protokoll erwähnt wissen, daß der Club auf Alfons Schubek traf und ein Mitglied (will nicht namentlich erwähnt werden) sich dort ein Eis (Sorte Orange-Rum) kaufte. Schon die Erwähnung dieser Details zeigt die Armut an Entscheidungen bei dieser Klausur.

Einer der ersten Tagungspunkte war dann die Idee von Ben, an alle Freunde des CC eine Weihnachtskarte mit dem Spruch „El liebt Dich“ zu versenden. Selbst gestaltet, versteht sich. Herr Spöckmeier, Ben Becker, Franz Beckenbauer, Drew Barrymore, die Freunde in der Bohlenstube, Paulaner und die Mitglieder sollen Empfänger dieser netten Geste sein.

Vincent faßte danach nochmal die skandalösen Ereignisse im Hofgarten zusammen, die letztendlich zum Verweis aus dem bewirteten Bereich des Biergartens geführt hat. Ein Keller mit dem Tattoo „Underdog“ auf dem Arm sprach im Namen der Gäste, welche sich durch den edlen Rauch der Havannas in ihrer Freizeitgestaltung beeinträchtigt fühlten. Seit ein paar Minuten tagte nun der Club unter einem Schild mit der Aufschrift „Dieser Bereich wird nicht bewirtschaftet“. Allein unter Linden konnten wir uns aber dennoch voller Gläser und eines Aschenbechers erfreuen. Der große Zorn unter den Gründungsmitgliedern legte sich bereits, dennoch wurden Rufe laut, dass bei Anwesenheit von Markus B. die Geschichte anders gelaufen wäre. So durfte das SEK an diesem Tag zuhause bleiben.

Ein kleiner Regenschauer folgte, welchen die Delegation sehr kurzweilig im Cafe Schiller überbrückte. Unklar blieb, ob dort Löwenbräu oder Spaten gereicht wurde. Ein Punkt, den es zu einem späteren Zeitpunkt zu klären galt.

Am Sendlinger Tor gab`s die nächste Cigarre mit der Hoffnung auf nun endlich bahnbrechende Beschlüsse. Stattdessen ließ Vincent nochmal die bisherige Route Revue passieren, verbunden mit den lessons learned, dass man an Regentagen einen Schirm dabei haben sollte. Der Präsident war da schon etwas weiter - sprich: mit Schirm. Leichte Kritik keimte auf, als ins Protokoll aufgenommen wurde, dass sich der Präsident das Zimmer mit dem King Size- Bett krallte, während sich Ben und Vincent das Zimmer mit zwei Einzelbetten teilen mußten/durften. Der Präsident erkannte da keinen Fehler. Im Gegenteil: Da das Zimmer von Ben und Vincent beim Bezug noch nicht gereinigt war, sollte endgültig klar gewesen sein, dass das Drecksloch auf keinen Fall vom Präsi hätte bezogen werden können.

Neues Ziel und Vision nach nunmehr 18 (!) Jahre Cigar Club 1634 e.V. ist nach Vorstellung des Präsidenten eine CC Foundation, in der im Medizinsektor auf höchstem Niveau Grundlagenforschung betrieben werden sollte, um die großen Krankheiten der Menschheit anzugehen. Applaus brandete auf, auch wenn nicht erörtert werden konnte, wie es zu diese Schnapsidee kam.

Ein weiterer Tagungspunkt war die CC Open, die aufgrund von Terminengpässen beim Präsi auf der Kippe stand. Die Suche nach einem Alternativtermin gestaltete sich allerdings äußerst schwierig, da zu viele Partikularinteressen auf dem Tisch lagen. Schon alleine die Tatsache, daß der Titelverteidiger zwingend teilnehmen möchte, führte dazu, dass im Prinzip die nächsten 10 Wochenenden nicht mehr zur Auswahl standen.

1860 München hat 2:1 verloren, wie den Tagenden ein Passant wissen ließ.

Es folgte ein Monolog des Präsidenten über die Umweltfreundlichkeit von Tabakaufzucht und dem Rauchen der Tabakwickel (Binden von CO2 im Tabakblatt und in der Asche), was am Ende der Ausführungen mit ungläubigem Kickern eine selbsterklärende Wertung der anderen Tagungsteilnehmer erfuhr.

Der letzte Tagungspunkt war der Ausblick auf die Tagung im Jahr 2020. Neben dem eindringlichen Wunsch, dass auch Markus Barth sich mal wieder zum Höhepunkt des Clubjahres blicken lassen könnte, wurde wieder der Wunsch geäußert, das auch Nicht- Gründungsmitglieder wenigstens Teilen der Tagung beiwohnen, um ggf. mit neuen Impulsen den Strategiegesprächen der Gründungsmitglieder neuen Auftrieb zu geben. Man müsse ja nicht im gleichen Hotel nächtigen. Ein Knackpunkt wäre natürlich die Kondition der neuen Teilnehmer. Schlechte Erfahrungen hatte der Club ja bereits vor etlichen Jahren machen können. Aktuell traut man diese Rolle nur Major zu, der aber gerne dazu neigt, in euphorischen Zuständen seinen Penis auszupacken. Dies müsse man im Vorfeld abklären, da zwar der Club für viele Späße zu haben ist, aber Peniszeigen ist dann doch nicht jedermanns Sache. Es folgen noch ein paar Urteile zu den Cigarren des Tages und Mutmaßnahmen über die Größe der Blase des Präsidenten. Auch wurde in Betracht gezogen, dass der Präsident die zahlreichen Toilettengänge dazu nutzte, um Tinder- Nachrichten zu beantworten. Vincent erkannte, dass die Diskussionen an diesem Tag wohl nicht mehr die Kurve ins Niveauvolle bekommen und schloss kurzerhand das Protokoll.

Das Feiern der Beschlüsse fand dann wieder im Cafe Schiller unweit des Hotels statt.

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