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b_150_100_16777215_00_images_stories_08-09-27zigarrentag_Angel.JPGvon Maik Frank

Am Samstag, den 27.9.2008 war es soweit und Organisator Gerhard Heimsath lud zum Zigarrentag 2008. Als Austragungsort wählte er das Ruhr-Congress in Bochum. Eine sehr moderne Veranstaltungsstätte, jedoch mit einem sehr gemütlichen Charme. Der CC1634 darf natürlich nicht fehlen, wenn es darum geht Flagge zu zeigen und mitzuhelfen, einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde zu bekommen. So geschah es dann auch, unter dem Threat: „Noch nie gab es so viele Zigarre rauchende Personen auf einem Bild“. Es versammelten sich gut 500 Personen zum gemeinsamen Zigarren rauchen!

Aber der Reihe nach. Ich besuchte die Veranstaltung mit zwei Zigarrenfreunden (Jörg & Norman) aus Gelsenkirchen. Zudem war ich mit einigen Leuten aus dem Macanudo-Forum verabredet. Mit diversen Longfillern und einem Clubshirt bewaffnet, und somit für jedermann als CC’ler erkennbar, bewegte ich mich zum Ruhr-Congress Gebäude…
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Mit einem Klick auf das Bild gelangt man zur Großansicht des Rekord-Gruppenbildes

Beginn der Veranstaltung war um 16 Uhr. Einlass bekam man eine Stunde vorher. Nach der Eingangskontrolle bekam jeder Teilnehmer eine Tragetasche mit einigem Inhalt. Unter anderen ein Kistchen mit vier Zigarren: Partagás Serie D No. 4, Zino Classic No. 6, Dannemann Artist Line Reserva sowie Camacho Criollo Monarca. Den restlichen Inhalt der Tasche sollte man in den nächsten Stunden zum Einsatz bringen.

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Ausgabe der Tragetaschen mit interessantem Inhalt

Bernd Boehne, welche die gesamte Veranstaltung als Moderator und Interviewer leitete, eröffnete pünktlich die Veranstaltung und lenkte geschickt zum ersten Tagespunkt.

Einen Vortrag von René Hollenstein, Chefkompositeur der Davidoff Group. Es ging hierbei um die Besonderheiten von Davidoff Zigarren. Herr Hollenstein referierte mittels sehr vieler Bilder, welche via Beamer auf vier riesigen Leinwänden im Saal projektiert wurden.
Welcher Aufwand bei der Herstellung einer Zigarre zu betreiben ist, schilderte er am Beispiel Dominikanische Republik. Hier hat Davidoff drei eigene Manufakturen im Besitz. Von der Anpflanzung bis zur fertigen Zigarre wird alles bis ins Detail kontrolliert.

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René Hollenstein, Chefkompositeur der Davidoff Group

So wird z.B. nicht einfach Samen an die kultivierenden Farmer ausgegeben, sondern es werden gleich die Setzlinge an die Tabakbauern geliefert. Auf zuvor geprüften Feldern muss der Bauer diese Setzlinge so anpflanzen und bis zur Ernte pflegen, wie Davidoff dies in seinen Qualitätsvorschriften fordert.
Abschließend zum Bericht von Herrn Hollenstein folgte ein von ihm moderiertes Tasting mittels vier Zigarren. Diese befanden sich u.a. in der am Eingang erhaltenen Tragetasche. Die ersten drei Zigarren bestanden jeweils nur aus Blättern einer Tabakpflanze und einer bestimmten Blattsorte. Man unterscheidet bekanntlich drei Blattarten: Die unteren Blätter werden " Volado" genannt, die mittleren " Seco" und die oberen Blätter "Ligero". Die ersten drei Zigarren waren also keine fertige Komposition. Geraucht werden sollte jeweils nur
1-1,5cm, um die Geschmacksnerven nicht zu überlasten. Es standen die verschiedenen Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig und bitter im Vordergrund. Jeder dieser Zigarren schmeckte sehr langweilig. Die vierte und vollendete Zigarre, bestehend aus allen drei Tabaken der ersten drei Zigarren, sorgte dann jedoch für Begeisterung. Eine sehr schöne Zigarre mit allen Facetten sorgte für den gewissen „Aha“ Effekt aller Beteiligten.

Nachdem Herr Hollenstein mit seinem sehr interessanten Vortrag mit Applaus verabschiedet wurde, folgte ein Interview mit Herrn Rudi Assauer. Dieser ist nicht nur als Fußballkenner und ehemaliger Manager von Schalke 04 bekannt, sondern ist auch als Davidoff-Botschafter aktiv. Neben einigen Lobeshymnen seiner Lieblingszigarren stellte Herr Assauer die Kinderhilfsaktion „Herzenswünsche“ vor. Dies tat er mit einer sehr bewegenden und wahren Geschichte eines kleinen, unheilbarkranken Jungen.

Jeder Teilnehmer hatte den ganzen Abend lang die Gelegenheit, Zigarren von 5th Avenue, Davidoff und Dannemann gegen eine freiwillige Spende zu erwerben und zu rauchen. Insgesamt kamen bei dieser Aktion 2.120,75 Euro für die Kinderhilfsaktion zusammen. Zudem gab es einen Aficionado, welcher ein Gemälde im Wert von 3000€ spendete!

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Im Gespräch mit Rudi Assauer

Als nächster Tagespunkt stand handwerkliches Geschick auf dem Programm. Das „selber Rollen“ einer Zigarre. Tabakblätter, Schneidebrett sowie ein Cutter (Pizzaschneider) befanden sich in der Tragetasche. Die besten drei Zigarren wurden am Ende mittels Preisen in Form von Zigarrenkisten belohnt. Schrittweise vorgestellt und auf den Leinwänden gezeigt wurden alle Schritte von dem Chef Torcedor der Upmann Fabrik. Angel Perez Garcia (Ihm unterstehen dort 178 Torcedores), sowie von der Produktionsleiterin der Romeo Y Julieta Fabrik Virginia Viga Cansino

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Angel Perez Garcia bei der Arbeit
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Zwei Stars Treffen aufeinander…
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So sieh es aus, wenn man sich einen Puro selber rollt

Gar nicht so einfach eine Zigarre zu rollen, war der allgemeine Tenor. Nur wenigen war es gelungen, eine rauchbare Zigarre zu rollen, welche auch optisch einer gekauften nahe kam.
Nach hart getaner Arbeit war es an die Zeit, gemeinsam vom reichhaltigen, karibischen Buffet zu speisen. Untermalt wurde die Sache von der Transatlantic Big Band mit der Solistin Caroline Kiesewetter.

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Transatlantic Big Band mit der Solistin Caroline Kiesewetter

Nachdem nun alle gesättigt waren, wurde Herr Avo Uvezian auf die Bühne geholt. Der mittlerweile 82jährige ist nicht nur begnadeter Zigarrenkomponist, sondern auch legendärer Jazzmusik Pianist. Zusammen mit der Bigband gab er für alle Beteiligten eine Kostprobe seiner musikalischen Fähigkeiten. Abschließend stand er Herrn Boehne bei einem Interview Rede und Antwort.

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Avo Uvezian im Interview bei Bernd Boehne

Nachdem Herr Uvezian nun nach kräftigen Applaus die Bühne verließ, steuerte Bernd Boehne auf den nächsten Prominenten der Zigarrenszene zu. Grandseigneur der europäischen Tabakindustrie, Herrn Heinrich Villiger. Herr Villiger berichtete von den schlimmen Ereignissen der jüngsten Tropenstürme. Die Folgen für die Zigarrenindustrie ließen sich im Moment noch nicht abschätzen. Zudem stellte er eine neue Zigarre aus dem Hause Villiger vor. An dessen Entwicklung und Komposition er maßgeblich beteiligt war. Es handelt sich um die Jubiläumszigarre „1888“. Eine Zigarre zum 120-jährigen Bestehen von Villiger.

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Herr Villiger stellt seine Jubiläumszigarre „1888“ vor

Im Anschluss wurde ein in schwarzem Stoff verhüllter Gegenstand vor der Bühne getragen und dort aufgestellt. Marc Andre, der wohl bekannteste Humidorbauer Deutschlands, ergriff das Wort. Er enthüllte den Gegenstand und es kam ein grünlich funkelnder Humidor zum Vorschein. Marc Andre begann dessen jahrelange Entwicklungsstufen zu präsentieren und brachte das hörfreudige Volk mit einem 30min Vortrag zum staunen.

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Marc Andre präsentiert seinen 240.000€ Humi
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Nahaufnahme des wohl teuersten Humidors der Welt

Der Humidor ist aus Edelstein gefertigt, ist mit spanischem Zedernholz ausgekleidet, verfügt über vergoldete Ablagen, und wiegt ca. 60 Kilogramm. Der Deckel des Humidors ist mit speziellen Stoßdämpfern versehen. Diese ermöglichen ein „Sesam öffne dich Effekt“ und dämpfen die Geschwindigkeit in den Endpositionen. Der Humidor hat einen Wert von 240000€ !!! Weitere Details werden in kürze auf einer von Marc Andre eigens dafür erstellten Homepage ersichtlich sein. Nach der Präsentation hatte jeder die Möglichkeit, den Humidor aus der Nähe zu bewundern. Natürlich bestand auch die Möglichkeit den Humidor im Wert eines Hauses zu kaufen…

Gegen 24Uhr endete der Zigarrentag 2008. Die meisten Teilnehmer gingen glücklich und zufrieden nach Hause. Für Leute, die immer noch keinen Nikotinflash hatten, oder wie ich zu sagen pflege „kubanisiert“ waren, bestand noch die Möglichkeit, an einer Aftershow Party in einer benachbarter Lokation teilzunehmen. Nach 8 Zigarren hatte ich an dieser Stelle allerdings bereits mehr als genug Nikotin getankt und ging Heim.

Fazit: Einen Zigarrentag 2009 würde ich wieder besuchen!

Weitere Bilder:

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Maik, Jörg und Norman bei der ersten Zigarre des Abends
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Zusammen mit den beiden Habanos-Day Gründern Astrid und Tobias
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